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Das Wagnis

 

Der Wald liegt schwarz, vom Nebel verhüllt

Die Krähen gieren auf verwesendes Aas

Der Weg beschwerlich, moorig, matschig

Dorniges Unterholz, verfaultes Gras

 

Mit zerkratztem Antlitz und verlorenem Selbst

An den Waldesrand gelangt mit Schauder und Fragen

Hindurch durch den Wald, durchs steinige Tal

Das kann ich nicht schaffen...ich nicht...so hört er sich noch sagen

 

Ein zartes Pflänzchen aufkommenden Muts

Gesät durch das Wagnis gesohlten Fußes gefürchtete Pfade zu begehen

Sich aufzurichten, geschundene Knie aus dem Schmutz und altem Staub zu erheben

Statt zu wimmern, zu winseln und zu flehen

 

Schrittchen um Schrittchen, gleich lähmend, gleich befreit,

Weinend und lachend, schleicht er einsam sich sträubend hinein

Unerwartet, überirdisch, beschützend berührt,

aus majestätischer Höhe, aus der Krone einer Buche, durchs Blätterdach

Ein heller Schein

 

Vernichtend geschlagen, durchstochen, zerschnitten

Der graue Dunst vom gleißenden Licht

Erdolcht die Dämonen von siegreichem Geist,

das Wurzelwerk sich von den Stiefeln löst

Und der wahnhafte Schrecken auf der Lichtung zerbricht